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Attraktiver per Velo und zu Fuss

Der Velo- und Fussgängerverkehr weist grosse Potenziale auf. Mit relativ wenig Geld kann die Sicherheit und Attraktivität spürbar verbessert werden. Viele kurze Fahrten lassen sich auf Velo- und Fusswege verlagern und entlasten so die Strasse.

Besonders hoch ist das Wachstumspotenzial beim Veloverkehr. Bis 2010 könnte er bei entsprechenden Massnahmen um 50 % wachsen, über die nächsten 20 Jahre hinweg sogar um 100 %.

Eine solche Entwicklung wäre für alle Seiten von Vorteil. So sind die Kosten für die Infrastruktur des Fuss- und Velo­verkehrs im Vergleich zum motorisierten Individualverkehr und zum öffentlichen Verkehr bescheiden. Unterhalt und Betrieb sind kostengünstiger, der volkswirtschaftliche Nutzen pro eingesetztem Franken ist sehr gut.

Investitionen in die Fuss- und Veloinfrastruktur zahlen sich auch indirekt aus. Sie leisten einen Beitrag zur Reduk­tion des Autoverkehrs in Spitzenzeiten, was die Staukosten und den Investitionsbedarf für Erweiterungen reduziert. Andererseits erhöhen sie die Auslastung des ÖV-Angebots und nützen die Investitionen in diesem Bereich besser aus. Der Fuss- und Veloverkehr erhöht zudem den bewegungsaktiven Bevölkerungsanteil und trägt damit zur Senkung der volkswirtschaftlichen Kosten des Gesundheitswesens bei.

Das Agglomerationsprogramm schlägt eine Vielzahl von Massnahmen für die Verbesserung des Fuss- und Veloverkehrsnetzes vor. In einem ersten Schritt geht es nun sowohl beim Fuss- wie beim Veloverkehr um die Erarbeitung eines konkreten Programms zur Umsetzung dieser Massnahmen. Dazu gehören sowohl Reparaturmassnahmen am bestehenden Netz als auch gezielte Ausbauten. Die Federführung für die Erarbeitung dieser Programme übernimmt der VRB Verein Region Bern.

Auch bei der kombinierten Mobilität soll die Vielzahl von Massnahmenvorschlägen in einem Umsetzungsprogramm konkretisiert werden. Dazu gehören die Aufwertung von Umsteigeorten (Bike + Ride, Park + Ride), eine verbesserte Information und neue Mobilitätsangebote. Die entsprechenden Massnahmen werden von der RVK4 koordiniert.


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Agglomerationsprogramm Verkehr+Siedlung Region Bern | August 2005 | Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern, gemeinsam mit der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern | Valides XHMTL 1.1 und CSS2 © 2005 raschle & kranz, Bern