
Massnahmen zur Lenkung und Dämpfung des Verkehrs sind besonders im Agglomerationskern weiter zu entwickeln. Hier stösst das verkraftbare Verkehrsaufkommen an seine Grenzen, denn der Platz ist knapp und teuer, und die Umweltbelastung überschreitet das verträgliche Mass.
Pförtneranlagen vor Engstellen im Strassennetz lassen nur soviel Verkehr passieren, dass der Verkehr an den kritischen Stellen nicht staut und sich nicht gegenseitig blockiert. So wird die Erreichbarkeit zentraler Lagen sichergestellt. In Wabern beispielsweise geschieht dies dank geschickter Lichtsignalsteuerungen mit Erfolg. Das System der Verkehrsdosierung muss aber ausgeweitet und besser abgestimmt werden.
Prioritär sind vorerst Massnahmen in den Bereichen Verkehrsystem-Management, Parkplatzbewirtschaftung und Fahrleistungsmodell. Sollten diese Massnahmen nicht ausreichen, sind in einer späteren Phase auch flächendeckende Tempolimiten und eine Stauabgabe zu prüfen. Der Erfolg der Stauabgabe in London zeigt, dass diese Massnahme auch in der Schweiz geprüft werden sollte, aus praktischen Gründen jedoch kaum in einem Berner Alleingang.
Agglomerationsprogramm Verkehr+Siedlung Region Bern | August 2005 | Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern, gemeinsam mit der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern | Valides XHMTL 1.1 und CSS2 © 2005 raschle & kranz, Bern