
Im Trend wird die Bevölkerung in der Region Bern (RVK4) bis 2020 um rund 5 – 6 % wachsen, und zwar am Rand der Agglomeration stärker als im Kern. Die Arbeitsplätze werden um rund 6 – 7 % zunehmen. Dasselbe gilt aller Voraussicht nach auch fĂĽr den Verkehr: Die Wege werden länger und zahlreicher und die Verkehrsbelastung nimmt entsprechend zu. Das Bevölkerungswachstum am Rand der Agglomeration fĂĽhrt zu längeren Pendlerwegen und damit zu stärkerer Verkehrsbelastung. Dies fĂĽhrt gesamthaft zu längeren Arbeitswegen und zu einem vermehrten Pendeln mit dem Auto. UntensteÂhende Grafik zeigt exemplarisch, wie stark die Zahl der in die Region Bern pendelnden Menschen zwischen 1990 und 2000 gewachsen ist.
Ziel der Massnahmen der Siedlungspolitik muss es sein, das zukünftige Wachstum vor allem auf die gut erschlossenen zentralen Standorte zu konzentrieren. So können die Pendlerwege kurz und der Anteil des öffentlichen Verkehrs, der Radfahrer und Fussgänger hoch gehalten werden.
An zentralen Standorten stellen sich allerdings die grössten Verkehrsprobleme: Im Jahr 2020 ist an vielen Engpässen mit Staus und Überlastungen zu rechnen – sowohl auf den Autobahnen als auch auf den Hauptstrassen rund um Bern und in der Stadt. Beim Schienenverkehr stossen besonders der Hauptbahnhof Bern und seine Zufahrten an ihre Leistungsgrenze. Ohne weitere Massnahmen werden sich die Staustunden in der Region Bern bis zum Jahr 2020 mehr als verdoppeln. Pro Jahr wären über 15 Mio. Staustunden zu erwarten – rund zweieinhalb Mal mehr als heute. Dies entspräche zusätzlichen Staukosten von rund 175 Mio. CHF pro Jahr.
Agglomerationsprogramm Verkehr+Siedlung Region Bern | August 2005 | Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern, gemeinsam mit der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern | Valides XHMTL 1.1 und CSS2 © 2005 raschle & kranz, Bern