Von der Mobilitätsstrategie zum Agglomerationsprogramm
Die Ergebnisse der Mitwirkung zur Mobilitätsstrategie Region Bern
sind im Agglomerationsprogramm weitgehend umgesetzt worden. Im
Vergleich zum Synthesebericht der Mobilitätsstrategie Region Bern vom
August 2003 sind Schwerpunkte neu gesetzt und eine Vielzahl von
Anpassungen vorgenommen worden.
An den Arbeiten zum Agglomerationsprogramm Verkehr + Siedlung für die
Region Bern wurde schon im Jahr 2002 begonnen. Ein erster Markstein
wurde im August 2003 mit dem Synthesebericht zur Mobilitätsstrategie
Region Bern gesetzt. Die Mitwirkung zu dieser Synthese stiess auf ein
breites Echo bei kantonaler und kommunaler Politik, bei der Wirtschaft,
Verbänden und bei Privaten. Der Mitwirkungsbericht vom April 2004
dokumentiert dieses grosse Interesse an der Verkehrs- und
Siedlungspolitik in der Region Bern. Die darin enthaltenen zahlreichen
Änderungsvorschläge sind im Agglomerationsprogramm weitgehend
berücksichtigt worden.
Die wichtigsten Änderungen betreffen folgende Punkte:
- Das Konzentrationsszenario mit dem Hauptwachstum im Agglomerationskern ist
neu das raumplanerische Entwicklungsziel und wird als Hauptszenario
verwendet. Die Bevölkerungsentwicklung wurde mit den neusten Szenarien
des Bundesamtes für Statistik abgeglichen.
- Es wird eine
Etappierung vorgenommen: In der ersten Etappe sind alle Massnahmen
enthalten, die zwischen 2008 und 2011 realisiert werden sollen sowie
ZweckmäsÂsigkeitsbeurteilungen für verschiedene Ausbauprojekte. Ein
Teil der Massnahmen, insbesondere Grossprojekte wie die Osttangente und
die zukünftige Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr zwischen Bern
und Köniz
(-Schwarzenburg) sind in späteren Etappen enthalten, und dies
nur, falls die Zweckmässigkeit positiv beurteilt wird.
Auch die Finanzplanung nimmt diese Etappierung auf. Die Beurteilung, ob
die Massnahmen finanzierbar sind, muss auf übergeordneter Ebene
erfolgen (Prioritätendiskussion in der Synthese aller sechs
Agglomerationsprogramme des Kantons Bern).
- Öffentlicher Verkehr: Neu soll die Idee «Metronet» als eine von verschiedenen gleichwertigen
Varianten in der Zweckmässigkeitsbeurteilung «Verkehr Bern Süd» geprüft
werden. Neu legt man sich auch bei der ÖV-Erschliessung von Bern West
noch nicht fest. Die Tramlösung wird aus Sicht des Gesamtsystems
allerdings bevorzugt.
- Strasse: Die Osttangente soll in einer
Zweckmässigkeitsbeurteilung «Verkehr Bern Ost» genauer überprüft
werden, eingebettet in ein grösseres Variantenspektrum (auch
Kapazitätsausbau der bestehenden A6 als Alternative, Einbezug Zubringer
ESP Zollikofen, neue Lösungen für den öffentlichen Verkehr bei
rückgebauter A6). Diese Zweckmässigkeitsbeurteilung wird mehrheitlich
durch das Bundesamt für Strassen finanziert und beinhaltet eine
Überprüfung des gesamten Autobahnsystems in der Agglomeration Bern
(inklusive Südtangente in der Vorstufe der
Zweckmässigkeitsbeurteilung). Bei der Zweckmässigkeitsbeurteilung
«Verkehr Bern Süd» müssen zudem die Auswirkungen eines allfälligen
neuen Zubringers A12-Liebefeld und einer allfälligen Spange
Köniz-Wangental berücksichtigt werden.
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Agglomerationsprogramm Verkehr+Siedlung Region Bern | August 2005 | Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern, gemeinsam mit der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern | Valides
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