
Die Verkehrsprobleme werden deutlich entschärft, weil die Fahrten im motorisierten Strassenverkehr im Vergleich zu einer Situation ohne Massnahmen um 8 % abnehmen, jene im öffentlichen Verkehr nehmen dagegen um 9 % zu.
In der Region Bern werden im Jahr 2020 nicht mehr AutoÂkilometer gefahren als heute, wegen der konzentrierten Siedlungsentwicklung nimmt die Verkehrsdichte an zentralen Orten aber zu. Die Massnahmen im Verkehrsbereich helfen, diese Ăśberlastung zu senken. Modellrechnungen zeigen: Ohne raumplanerische und verkehrliche Massnahmen wĂĽrden im Jahr 2020 Staukosten von gegen 300 Mio. CHF entstehen, dank dem gesamten Massnahmenpaket können diese auf etwas ĂĽber 100 Mio. CHF gesenkt werden, was sogar leicht unter der heutigen Belastung liegt. Beim öffentlichen Verkehr ist es ähnlich: Die Ăśberlastungsprobleme werden durch die Angebotsverbesserungen weitgehend gelöst. Schliesslich können der Fuss- und Veloverkehr sowie die kombinierte Mobilität ihr Potenzial dank ausgebautem Angebot besser ausschöpfen.
Das veränderte Verkehrsaufkommen führt zu einem Rückgang der Lärmbelastung. Die Luftschadstoff-Emissionen (NOx) und die klimawirksamen Emissionen (CO2) nehmen im Vergleich zur Entwicklung ohne Massnahmen um rund 8 % ab und die Unfälle vermindern sich um ca. 6 – 9 %.
In der ersten Etappe (2008 – 2011) belaufen sich die Investitionskosten auf 708 Mio. Franken. Davon fallen 428 Mio. Franken auf den öffentlichen Verkehr. Der Angebotsausbau bringt zudem eine beträchtliche Zunahme der Betriebskosten. In die Strasseninfrastruktur wird in der ersten Etappe vergleichsweise wenig investiert (148 Mio. Franken). Dies widerspiegelt die Prioritätensetzung, wonach nachfrageorientierten Massnahmen und der Verkehrsverlagerung Priorität zukommt. Überdurchschnittlich hoch sind die Investitionen in die Infrastruktur für den Fuss- und Veloverkehr sowie die kombinierte Mobilität. Sie sind mit insgesamt 133 Mio. CHF nicht viel tiefer als die Investitionen in die Strasseninfrastruktur. Der Kanton und die Gemeinden werden bezüglich dieser Investitionen gefordert sein.
Aus Sicht der institutionellen Ebenen lassen sich folgende Schlussfolgerungen ziehen:
Agglomerationsprogramm Verkehr+Siedlung Region Bern | August 2005 | Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern, gemeinsam mit der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern | Valides XHMTL 1.1 und CSS2 © 2005 raschle & kranz, Bern