
Im Agglomerationskern werden Tram und Bus auch in Zukunft die wichtigsten Verkehrsmittel sein. Das Tram- und Busnetz soll attraktiv, schnell und mit genügend Kapazitäten ausgestattet sein. Tram und Bus sollen – vor allem in Stausituationen – gegenüber dem Autoverkehr bevorzugt werden. Erste Priorität hat die Regelung der zukünftigen Erschliessung von Bern-West (Tram oder Bus). Auf einzelnen Linien fahren die Busse in Spitzenzeiten schon heute zu dicht hintereinander, so etwa auf der Buslinie nach Ostermundigen. Hier wird eine Umstellung von Bus auf Tram notwendig sein, wenn die Nachfrage weiter zunehmen sollte.
Die bereits heute schnelle S-Bahn muss häufiger zirkulieren; dadurch wird sie attraktiver und vermag die Strassen wirksam zu entlasten. Dazu soll während den Spitzenzeiten im Agglomerationskern der 15-Minuten-Takt realisiert werden. Längerfristig sollen alle Zentren des Espace Mittelland von Bern aus in weniger als 30 Minuten erreichbar sein. Um diese Ziele erreichen zu können, sind die Bahnanlagen auszubauen, besonders der Hauptbahnhof Bern und seine Zulaufstrecken. Dazu gehören Gleisüberwerfungen im Wankdorf und in Holligen, ein neuer Tiefbahnhof RBS (heute schon der achtgrösste Bahnhof der Schweiz) und das dritte Gleis Rütti-Zollikofen. Auf dem Schmalspurnetz im Norden sind Doppelspurausbauten, die weitere Fahrplanverdichtungen ermöglichen, prioritär.
Köniz, die viertgrösste Gemeinde des Kantons Bern, muss mit dem öffentlichen Verkehr besser erschlossen werden. In einem ersten Schritt soll deshalb die Zweckmässigkeit verschiedener Erschliessungsvarianten abgeklärt werden. Dazu gehören:
Agglomerationsprogramm Verkehr+Siedlung Region Bern | August 2005 | Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern, gemeinsam mit der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern | Valides XHMTL 1.1 und CSS2 © 2005 raschle & kranz, Bern