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Verkehr und Siedlung im Einklang

Die Siedlungsentwicklung und das Verkehrsaufkommen sind eng miteinander verknüpft. Neue Wohnungen und Arbeitsplätze verursachen zusätzlichen Verkehr – wie dieser Verkehr aussehen wird, hängt davon ab, wo die Siedlung in Zukunft wachsen wird. Mit dem vorliegenden Agglomerationsprogramm legen wir eine fundierte Gesamtschau vor. Viele Massnahmen, um Verkehr und Siedlung in Einklang zu bringen, wurden geprüft – eine ausgewogene Mischung von Massnahmen hat sich als bestes Rezept erwiesen.

Das Agglomerationsprogramm Verkehr + Siedlung postuliert eine Siedlungsentwicklung nach innen. Die Entwicklungsschwerpunkte – sei es für das Arbeiten oder das Wohnen – müssen über eine ausgezeichnete Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr verfügen. Neueinzonungen sollen in Zukunft zu mindestens 80 % in Gebieten erfolgen, die sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen sind. Dies ermöglicht den Pendlerinnen und Pendlern, noch mehr auf den öffentlichen Verkehr und auf das Fahrrad zu setzen. So können das Strassenverkehrswachstum beschränkt und der Bedarf nach teuren Investitionen für neue Verkehrsinfrastrukturen reduziert werden.

Es ist jedoch auch ein gezielter Ausbau der Verkehrsinfrastruktur nötig. Nur so können Staus in den Kerngemeinden der Agglomeration verhindert werden, die für alle schlecht sind: für Autofahrende ebenso wie für Bus- und Trampassagiere, für Velofahrende genauso wie für Fussgängerinnen und Fussgänger und für die Wohnbevölkerung. Verkehrsüberlastungen in Agglomerationen schaden aber auch der wirtschaftlichen Standortgunst, der Umwelt und nicht zuletzt dem ländlichen Raum, der auf den Zugang zum Zentrum angewiesen ist. Die vorliegenden Vorschläge sind kein Bauprogramm. Grosse neue Verkehrsinfrastrukturen müssen vorerst auf ihre Zweckmässigkeit überprüft werden – sei es im öffentlichen Verkehr mit einer neuen Erschliessung Richtung Köniz und einem RBS-Durchgangsbahnhof, sei es die grundlegende Neugestaltung des Strassenverkehrs in Berns Osten mit einer neuen Osttangente und einem Anschluss von Zolli­kofen im Grauholz.

Die Region Bern hat über 370 000 Einwohnerinnen und Einwohner und über 230 000 Beschäftigte. Sie ist der Wachstumsmotor für den ganzen Kanton. Es ist deshalb im Interesse des gesamten Kantons, dass die Region Bern auch in Zukunft über eine gute Verkehrs- und Siedlungsqualität verfügt. Den Weg dazu weist das Agglomerationsprogramm Verkehr + Siedlung für die Region Bern – ein Weg, der Verkehr und Siedlung in Einklang bringen soll.

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Werner LuginbĂĽhl
Regierungsrat Justiz-, Gemeinde- und Kirchen­direktion (JGK)

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Barbara Egger-Jenzer
Regierungsrätin Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE)

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Hans Rudolf Saxer
Präsident der Regionalen Verkehrskonferenz Bern-Mittelland (RVK4), Gemeindepräsident Muri b. Bern

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Fritz Sieber
Präsident der Kommission UmweltRaumordnungVerkehr (KURV) des VRB Verein Region Bern, Gemeindepräsident Vechigen

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Regula Rytz
Gemeinderätin Stadt Bern Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün

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Agglomerationsprogramm Verkehr+Siedlung Region Bern | August 2005 | Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern, gemeinsam mit der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern | Valides XHMTL 1.1 und CSS2 © 2005 raschle & kranz, Bern